Zum Inhalt springen
_ASF9560

Nachhaltigkeit

Klimaschule

Fair-Trade

  •  

    Das Gymnasium Meiendorf ist Klimaschule 21/22

    Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es geht darum, die globale Erderwärmung auf eine Erhöhung von maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen. Hierfür sind alle aufgerufen, Maßnahmen zum Schutz des Klimas einzuleiten. Wir, das Gymnasium Meiendorf, sind dabei und handeln! Unsere Schule stellt sich aktiv ihrer Verantwortung zum Klimaschutz.

    Der Hamburger Senat hat mit dem Klimaschutzkonzept ein kommunales Programm entwickelt, das dazu aufruft, durch eigene Anstrengungen die CO2-Emissionen der Stadt bis 2030 um 55 Prozent (bezogen auf 1990) zu senken. Wir als Schule setzen uns als Ziel, beginnend mit dem Basisjahr 2017, 40% bis zum Jahr 2030 einzusparen, was einer Reduktion von 3,5% pro Jahr entspricht.

     

    Unser langfristiges Ziel ist, dass unsere Schule bis 2050 CO2-neutral ist.

    Wir, das Gymnasium Meiendorf, sehen uns in der Verantwortung, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Unsere Schulkonferenz hat diesen Klimaschutzplan beschlossen. Hierin ist festgeschrieben, dass: unsere Schülerinnen und Schüler Handlungskompetenzen in dem Themenfeld „Klimawandel und Klimaschutz“ erwerben und wir mit Maßnahmen zur CO2-Reduktion einen Beitrag zum wirksamen und nachhaltigen Klimaschutz leisten.

     

    Unser Auftrag

    Deshalb werden wir, die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Meiendorf, klimaschonendes Verhalten lehren, lernen und praktisch ausüben. Mit einer partizipativen Erarbeitung unseres Klimaschutzplans unterstützen wir gleichfalls die Förderung von sozialen Kompetenzen und die Übernahme von Verantwortung von allen in unserer Schulgemeinschaft.

    Wir machen Klimaschutz zum fächerübergreifenden Gegenstand des Lernens und sind dadurch motiviert, in der Schule und im Alltag klimafreundlicher zu agieren.

    Die nachfolgend genannten Ziele, Maßnahmen und Indikatoren erfassen wir in einer Planungstabelle, wobei wir zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Zielen unterscheiden. Für jede aufgeführte Maßnahme gibt es eine verantwortliche Person am Gymnasium Meiendorf und ist somit Ansprechparter*in. Des Weiteren wird in der Tabelle dargestellt, wer an der Umsetzung maßgeblich beteiligt ist und sein wird. Hierbei wird ebenfalls deutlich gemacht, ob eine Maßnahme zum Erwerb von Handlungskompetenzen und/oder zur unmittelbaren CO2-Reduktion führen soll.

    Der Reduktionspfad unserer Schule wird in der Grafik der CO2-Schulbilanz als Linie dargestellt. Dabei binden wir solche Maßnahmen in die Berechnung ein, die innerhalb unserer Schule zu CO2-Emissionen führen.

     

    Projekte am Gymei

    Nachstehend finden Sie eine Auswahl an Projekten am Gymnasium Meiendorf:

      • Verankerung der Thematik im schulinternen Curriculum
      • Entwicklung eines Konzepts für die Umweltklasse als Schwerpunkt für Jahrgang 5/6
      • Wertstofftrennung einführen und verbessern
      • Maßnahmen zur Abfallvermeidung entwickeln und umsetzen
      • Pappbecher abschaffen
      • Verkauf von Mehrwegbechern aus Bambus
      • Materialliste für die neuen 5. Klassen mit dem Vermerk „blauer Engel“ herausgeben
      • Sammeldosen für Druckerpatronen, Deckel und Batterien
      • Umstellung der Drucker-Standardeinstellungen auf doppelseitigen Druck
      • Nutzung des Fahrrads als Verkehrsmittel fördern (Sicherheit der Räder, stationäre Luftpumpe)
      • Beleuchtungsanlagen modernisieren, Bewegungsmelder in den Fluren einbauen
      • Projekte zum Thema Nachhaltigkeit in der Projektwoche

     

    Projektgruppe Klimaschule

    Die Ideen für Maßnahmen in unserem Klimaschutzplan wurden im Rahmen der Projektgruppe “Klimaschule” in Zusammenarbeit der Projektgruppe “Klimaschule Plus” und der AG “Schüler machen Schule” (SMS-AG) erarbeitet und von der Projektgruppe Klimaschutz koordiniert.

    Unser Klimaschutzbeauftragter Nils Damrau-Boy ist der Ansprechpartner für den Klimaschutzplan und alle Aktivitäten im Bereich Klimaschutz an unserer Schule. Er leitet die Projektgruppe Klimaschule und vertritt unsere Schule nach außen. Der Klimaschutzbeauftragte arbeitet eng mit den weiteren Mitgliedern der Projektgruppe Klimaschule Stefanie Jander und Katharina Thoene zusammen.

     

    Evaluation

    Um das Gütesiegel „Klimaschule“ weiterhin tragen zu dürfen, überprüfen wir jährlich die Umsetzung unseres Klimaschutzplans. Dazu werden die pädagogischen Maßnahmen ausgewertet sowie die CO2-Emissonen der Schule in der CO2-Schulbilanz erfasst. Basierend auf diesen Ergebnissen werden wir die Ziele und Maßnahmen gegebenenfalls anpassen, und damit unsere Aktivitäten zum Klimaschutzplan kontinuierlich fortschreiben und andernfalls weitere Maßnahmen erarbeiten und umsetzen.

    Hr. Damrau, Fr. Jander, Fr. Thoene

  • Fair-Trade am Gymnasium Meiendorf

    Seit Herbst 2017 haben wir darauf hingearbeitet, den von TransFair verliehenen Titel “Fairtrade-School” zu erwerben, und im Januar 2019 haben wir es schließlich auch geschafft. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Titel? Und warum wollte das GyMei ihn überhaupt?

     

    Was bedeutet “Fairtrade-School”?

    Hinter der Kampagne steht das Bemühen, ein Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung zu schaffen und den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, “sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen” (https://www.fairtrade-schools.de/ueber-fairtrade-schools/). Erreicht werden soll dies über drei Kriterien, deren Umsetzung Aufgabe eines Teams aus Schülern, Eltern und Lehrern ist:

    • Thematisierung im Unterricht
    • vorhandenes Verkaufsangebot umstellen
    • Aufmerksamkeit durch Aktionen schaffen

     

    Thematisierung im Unterricht

    Laut Vorgaben soll das Thema Fairtrade im Unterricht in zwei Fächern in zwei verschiedenen Jahrgangsstufen behandelt werden und dort auch curricular verankert sein. Am GyMei sind das die Fächer Religion/Philosophie (Jg. 8, Thema “Idole und Vorbilder” bzw. “Gerechtes Handeln”) und Geographie (Jg. 10, Thema “Struktur des Welthandels und Globalisierung”). Darüber hinaus binden viele Kolleginnen und Kollegen das Thema auch einfach so an geeigneter Stelle in Ihren Unterricht ein, ohne das eine curriculare Verankerung dies vorschreibt (z.B. in Deutsch).

     

    Umstellung des Verkaufsangebotes

    Im regelmäßigen Verkaufsangebot der Schule müssen zwei Produkte aus fairem Handel vorhanden sein. Am GyMei sind dies Kaffee und Trinkkakao, die an sämtlichen Verkaufsstellen für Schüler und Lehrer auf faire Produkte umgestellt wurden. Bei Veranstaltungen versuchen wir mehr und mehr darauf zu achten, dass die verkauften Produkte (meist aus eigener Herstellung) faire Zutaten enthalten.

     

    Aufmerksamkeit durch Aktionen

    Jedes Jahr muss mindestens eine Schulaktionen mit möglichst großer Reichweite zum Thema Fairtrade durchgeführt werden. Da es am GyMei kaum ein Event gibt, bei dem alle Teile der Schulgemeinschaft (Schüler, Eltern & Lehrer) vollständig oder zumindest größtenteils zugegen sind (das ist bei unserer Schulgröße auch nicht gerade einfach zu organisieren), sondern eher viele kleine Veranstaltungen immer einen Teil der Schulgemeinschaft ansprechen, haben wir uns für mehrere Aktionen entschieden:

    • beim TOS erreichen wir v.a. zukünftige Mitglieder unserer Elternschaft und bieten einen Informations- und Verkaufsstand an
    • Bei kulturellen Veranstaltungen erreichen wir v.a. Schüler und Eltern und bieten einen Getränkeverkauf an
    • In der Projektwoche (und v.a. bei der Präsentation der Projekte) erreichen wir unsere Lehrerschaft und viele Schüler und Eltern. Ein Projekt zum Thema Fairtrade ist auch immer ein guter Weg, Schüler für das Engagement im Fairtrade-Schulteam zu begeistern.

     

    Warum macht das GyMei das?

    Kurz gesagt: Weil es so, wie es momentan in der Welt läuft, nicht weitergehen kann!

    Unsere Welt steht vor gewaltigen Herausforderungen: Klimawandel und (u.a. auch wirtschaftlich bedingte) Migration sind zwei der dringendsten. Diese Probleme sind aber nicht neu, sie sind seit langem bekannt – und sie sind hausgemacht. Getan hat sich dennoch kaum etwas. Doch woran liegt das? An der Politik? An den Welt-Konzernen? Eine Mitschuld ist hier bestimmt nicht von der Hand zu weisen, doch es liegt auch an uns als Einzelpersonen. Mit unserem (Konsum-)verhalten tragen wir maßgeblich dazu bei, wie sich der Markt entwickelt: es geht hier schlicht um Angebot und Nachfrage.

    Ein Bewusstsein für diese Marktmacht zu schaffen und darüber nachzudenken, woher die Produkte, die wir kaufen, kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden, ist daher zwingend nötig, um Veränderung zu bewirken. Und genau das wollen wir im Rahmen der Kampagne “Fairtrade-Schools” erreichen. Es geht nicht um Werbung für das Label “Fairtrade”. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und sich nicht gemütlich zurückzulehnen und darauf zu warten, dass andere etwas unternehmen, sondern die Dinge selbst in die Hand zu nehmen – Veränderung beginnt mit dir!

    M. Brodmeier, für das Fairtrade-Schulteam